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Aluminiumsandstrahlen: Strahlmittel und Prozesssteuerung

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Caleb Hayes

Beim Sandstrahlen von Aluminium wird das weiche Metall unter geringem Druck und mit nichtmetallischen Strahlmitteln wie Glasperlen oder Aluminiumoxid gereinigt oder bearbeitet, um Verformungen zu vermeiden. Dieser Prozess bereitet die Oberfläche für die Beschichtung vor oder sorgt für eine gleichmäßige, matte Oberfläche, die sofort versiegelt oder eloxiert werden muss, um eine schnelle Oxidation zu verhindern.

In diesem Leitfaden werden die wichtigsten Faktoren erläutert, die das Sandstrahlen von Aluminium beeinflussen. Er zeigt, wie Sie das Verfahren an Ihre Oberflächenziele anpassen können. Außerdem wird erklärt, wie Sie die Methode je nach Herstellungsart des Bauteils anpassen können.

Aluminiumsandstrahlen in der Praxis
Aluminiumsandstrahlen in der Praxis

Legen Sie vor dem Strahlen das Oberflächenziel fest

Bevor man Parameter oder Strahlmittel auswählt, muss man zunächst die Hauptfunktion des Sandstrahlvorgangs bestimmen. Das gewünschte Ergebnis bestimmt direkt die erforderlichen Geräteeinstellungen und die Art des Strahlmittels.

Oberflächenreinigung

Wenn es lediglich darum geht, Oxidationsrückstände, Zunder oder kleinere Rückstände zu entfernen, reicht eine sanfte Schleifwirkung in der Regel aus.

Niedrigere Reifendrücke – in der Regel zwischen 40 bis 60 PSI bei Aluminium – helfen dabei, Oberflächenverunreinigungen zu entfernen, ohne das weichere Grundmaterial aktiv zu zerkratzen. Dies ist besonders wichtig bei weicheren Legungssorten wie 5052 oder 1100, die sehr empfindlich auf das Eindringen von Schleifmitteln reagieren.

mattes Finish

Bei kosmetischen Anwendungen sorgt das Sandstrahlen für ein gleichmäßiges, nicht reflektierendes, mattes Erscheinungsbild. Um ein einheitliches optisches Ergebnis zu erzielen, werden in der Regel kugelförmige Strahlmittel verwendet, die die Metalloberfläche eher aufrauen als zu zerkratzen.

Dieser Ansatz zielt häufig auf eine bestimmte Oberflächenrauheit ab, die in der Regel im Bereich von Ra 1,6 bis 3,2 µm Bereich. Die endgültige Textur hängt stark von der gewählten Mediengröße ab – zum Beispiel, 120er-Maschenweite eignet sich gut für eine feine Satinierung, während 60er-Sieb wird für eine festere, ausgeprägtere Textur verwendet.

Vorbereitung der Beschichtung

Wenn das Aluminiumteil lackiert oder pulverbeschichtet werden soll, muss die Oberfläche eine mechanische Struktur aufweisen, um eine gute Haftung zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang werden üblicherweise kantige Strahlmittel verwendet, um die Oberfläche aufzurauen.

Diese Ätzung vergrößert die Gesamtoberfläche und sorgt für eine mechanische „Rauheit“ (bekannt als Ankerprofil), wodurch die nachfolgende Beschichtung fest auf dem Untergrund haftet.

Textur vor dem Eloxieren

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass das Eloxieren Oberflächenfehler verdeckt. In Wirklichkeit macht der chemische Prozess vorhandene Kratzer oder CNC-Werkzeugspuren oft noch deutlicher sichtbar.

Das Sandstrahlen des Aluminiums vor dem Eloxierbad trägt dazu bei, die Oberflächenstruktur zu vereinheitlichen. Es gleicht kleinere Unebenheiten aus und schafft eine gleichmäßige Grundlage, wodurch ein einheitliches Erscheinungsbild der endgültigen Eloxalschicht gewährleistet wird.

Das Verfahren auf das Aluminiumteil abstimmen

Die Geometrie, die Wandstärke und das ursprüngliche Herstellungsverfahren des Aluminiumteils haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie es auf den Strahlprozess reagiert. Die Einrichtung und Handhabung müssen entsprechend den strukturellen Eigenschaften des Teils angepasst werden.

Blechtafeln

Blechbauteile neigen beim Sandstrahlen stark zum Verziehen. Durch den physikalischen Aufprall des Strahlmittels entstehen auf der gestrahlten Seite des Metalls Druckspannungen.

Für Aluminiumplatten unter 1,5 mm (0,060 Zoll) Aufgrund der unterschiedlichen Dicke führt diese ungleichmäßige Belastung häufig dazu, dass sich die Platte wölbt oder verzieht. Um dieses Risiko zu mindern, senken die Betriebe den Strahldruck, strahlen beide Seiten der Platte, um die inneren Spannungen auszugleichen, oder verwenden während des Prozesses spezielle Stützvorrichtungen.

CNC-bearbeitete Teile

Bei präzisionsgefertigten Bauteilen (wie beispielsweise Teilen aus 6061-T6-Aluminium) besteht die wichtigste technische Herausforderung darin, die Maßtoleranzen einzuhalten. Das Sandstrahlen verändert naturgemäß das Oberflächenprofil und entfernt geringe Mengen an Material.

Kritische Bauteile – wie Gewindebohrungen, Lagerbohrungen und Dichtflächen – erfordern fast immer eine maßgeschneiderte Abdeckung. In der Regel werden in den Fertigungsstätten Silikonstopfen, Kapton-Klebeband oder speziell angefertigte, im 3D-Druck hergestellte Abdeckvorrichtungen verwendet, um diese Bereiche zu schützen. Dies bedeutet zwar zusätzlichen manuellen Aufwand, verhindert jedoch Funktionsausfälle.

Strangpressprofile

Aluminiumprofile weisen naturgemäß Längsstreifen auf, die während des Strangpressvorgangs entstehen.

Häufig wird Sandstrahlen eingesetzt, um diese Richtungslinien zu glätten und eine einheitliche, richtungsunabhängige Struktur über die gesamte Länge des Profils zu erzielen. Dies ist ein üblicher Vorbereitungsschritt vor der architektonischen Eloxierung oder Pulverbeschichtung.

Aluminiumguss

Aluminiumgussteile weisen anfangs meist rauere Oberflächen auf und können Formrückstände, Porosität oder Grate an der Trennfuge aufweisen.

Je nach Gussverfahren (Druckguss vs. Sandguss) kann eine etwas stärkere Strahlbehandlung erforderlich sein. Dadurch wird sichergestellt, dass die Oberfläche gründlich gereinigt und für die anschließende CNC-Bearbeitung oder die Endbearbeitung vorbereitet wird.

Wählen Sie das Reinigungsmittel entsprechend der Oberflächenbelastung

Die Wahl des richtigen Strahlmittels ist die wichtigste Entscheidung beim Sandstrahlen von Aluminium. Da Aluminium relativ weich ist, kann ein falsches Strahlmittel schnell funktionsrelevantes Material abtragen oder zu Verunreinigungen der Oberfläche führen.

Auswahl des Strahlmittels für Aluminiumteile
Auswahl des Strahlmittels für Aluminiumteile

Glasperle

Glasperlen sind kugelförmig und wirken beim Schneiden nicht abrasiv. Anstatt das Aluminium zu ätzen, bearbeiten sie die Oberfläche beim Aufprall durch Hämmern.

Dieses Strahlmittel eignet sich gut, um eine glatte, seidenmatte oder matte Oberfläche zu erzielen. Da Glasperlen das Grundmetall nicht aggressiv abtragen, sind sie in der Regel die sicherste Wahl für Teile, bei denen die allgemeine Maßhaltigkeit gewahrt bleiben muss.

Aluminium-Oxid

Aluminiumoxid ist sehr kantig und schneidet aufgrund seiner hohen Mohs-Härte aggressiv in das Metall ein. Es wird vor allem dann eingesetzt, wenn die Oberfläche ein tiefes Verankerungsprofil für nachfolgende dicke Beschichtungen benötigt.

Aufgrund seiner Schneidwirkung verändert Aluminiumoxid die Abmessungen und Oberflächentoleranzen von Werkstücken. Es wird daher nicht für feine Details empfohlen, es sei denn, es werden strenge Maßnahmen zur Abdeckung und Druckregelung getroffen.

Kunststoffmedien

Kunststoff-Scheuermittel (wie Harnstoff oder Acryl) sind relativ weich und sorgen für eine sehr schonende Reinigung.

Diese Art von Strahlmittel wird in der Regel zum Entfernen von Farbe oder Pulverbeschichtung von vorhandenen Aluminiumteilen verwendet, ohne das darunterliegende Metall zu beschädigen. Es wird besonders in der Luft- und Raumfahrt sowie bei Nachbearbeitungen in der Automobilindustrie geschätzt, wo die ursprüngliche Oberflächengeometrie vollständig erhalten bleiben muss.

Risiko durch Stahlkörnung

Die Verwendung von Stahlkies oder Stahlkugeln auf Aluminium stellt einen schwerwiegenden Fertigungsfehler dar.

Wenn Stahlstrahlmittel auf weiches Aluminium trifft, dringen mikroskopisch kleine Eisenpartikel in die Oberfläche ein. Bei Kontakt mit Feuchtigkeit rosten diese Eisenpartikel, was zu galvanischer Korrosion führt, die das Aluminiumteil aktiv angreift. Betriebe, die Aluminium verarbeiten, müssen ihre Strahlmittel strikt von Stahlstrahlarbeiten trennen.

Regelung von Druck und Belichtung

Selbst bei Verwendung der richtigen Schleifmittel können eine unsachgemäße Bearbeitungstechnik oder falsche Maschineneinstellungen ein Aluminiumteil ruinieren. Die Prozesssteuerung beruht auf der Standardisierung verschiedener Variablen.

Luftdruck

Wie bereits erwähnt, erfordert Aluminium im Vergleich zu Stahl geringere Strahldrücke. Der Betrieb außerhalb des 40 bis 60 PSI Eine zu niedrige Grundlinie erhöht das Risiko von Verformungen der Teile und dem Eindringen von Material.

Wenn ein Teil bei 60 PSI nicht sauber wird, sollten die Bediener den Zustand oder die Art des Strahlmittels überprüfen, anstatt einfach nur den Luftdruck zu erhöhen.

Düsenabstand

Der Abstand zwischen der Strahldüse und der Werkstückoberfläche bestimmt die Aufprallkraft und die Strahlfläche.

Ein Standard-Abstand von 15 bis 20 cm wird im Allgemeinen für Aluminium empfohlen. Wenn die Düse zu nah herangeführt wird, konzentriert sich der Aufprall, was zu punktuellen Dellen oder einer unebenen Oberflächenstruktur führen kann.

Verweilzeit

Die Verweildauer gibt an, wie lange der Strahl auf einer bestimmten Stelle verweilt. Aufgrund der Weichheit von Aluminium erfolgt der Materialabtrag schnell.

Der Bediener muss die Düse in gleichmäßigem Tempo bewegen. Wenn er an einer Stelle innehält oder verweilt, entstehen sichtbare Vertiefungen oder ungleichmäßige Rauheit, die nach dem Eloxieren deutlich sichtbar werden.

Zustand des Datenträgers

Schleifmittel zerfallen und zersplittern mit der Zeit. Wenn Glasperlen zersplittern, bilden sie scharfe Kanten; wenn Aluminiumoxid zerfällt, verwandelt es sich in feinen Staub.

Die Verwendung von minderwertigen Medien führt zu einer uneinheitlichen Oberflächenbeschaffenheit. Die Anlagen müssen auf geeignete Staubabsaug- und Zyklonabscheidesysteme setzen, um gebrochene Partikel automatisch auszusortieren und einen gleichbleibenden Ra-Wert über alle Produktionschargen hinweg zu gewährleisten.

Toleranzen und kritische Merkmale sichern

Der Schutz bestimmter Bereiche vor dem Sandstrahlverfahren ist eine Standardanforderung bei funktionalen technischen Bauteilen. Das Abkleben ist jedoch mit zusätzlichem Arbeitsaufwand verbunden, was sich direkt auf die Stückkosten auswirkt.

Verziehen dünner Platten

Zwar hilft die Druckregulierung, doch reicht sie manchmal nicht aus, um ein Verziehen dünner Platten zu verhindern.

Wenn strukturelle Verformungen die Gesamtflachheitstoleranz gefährden, müssen die Bediener physische Stützplatten oder spezielle starre Vorrichtungen verwenden, um das Blech von hinten zu stützen, während die Vorderseite gestrahlt wird.

Gewindebohrungen

Durch Sandstrahlen wird das feine Profil von maschinell gefertigten Gewinden zerstört oder die Bohrungen mit Schleifstaub verfüllt.

Alle Gewindebohrungen müssen geschützt werden. Der Industriestandard sieht vor, dass vor dem Strahlen wiederverwendbare Silikonstopfen in die Bohrungen eingesetzt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Schrauben und Befestigungselemente bei der Endmontage korrekt eingeschraubt werden können.

Dichtflächen

Oberflächen, die für O-Ringe, Dichtungen oder Vakuumdichtungen vorgesehen sind, erfordern eine bestimmte, in der Regel sehr glatte Oberflächenbeschaffenheit, um Undichtigkeiten zu vermeiden.

Diese flachen kritischen Bereiche werden in der Regel mit strapazierfähigem Vinyl oder Kapton-Klebeband abgedeckt. Selbst geringfügige Abriebspuren durch herumfliegende Schleifpartikel können die Dichtungsfunktion beeinträchtigen.

Abdeckbereiche

Bei der Spezifizierung von Bauteilen sollten Ingenieure die Abdeckbereiche in der 2D-Zeichnung klar definieren. Aus Sicht des Einkaufs ist zu beachten, dass komplexe Abdeckungsanforderungen die Arbeitskosten in die Höhe treiben.

Bei der schnellen Prototypenerstellung oder bei Kleinserien ist das manuelle Abkleben die Standardmethode. Wenn das Projekt jedoch auf die Serienfertigung ausgeweitet wird, ist es kostengünstiger, nicht kritische Bereiche sandstrahlen zu lassen. Für kritische Bereiche in der Großserienfertigung ersetzt die Entwicklung maßgeschneiderter, 3D-gedruckter oder geformter Abdeckvorrichtungen das manuelle Abkleben, wodurch die Stückkosten und Vorlaufzeiten erheblich reduziert werden.

Bereiten Sie die Oberfläche für den nächsten Anstrich vor

Das Sandstrahlen ist selten der letzte Schritt. Es handelt sich in der Regel um eine Vorbereitungsphase, was bedeutet, dass die gestrahlte Oberfläche sorgfältig behandelt werden muss, um den Erfolg der abschließenden Beschichtung sicherzustellen.

Pulverbeschichtung und Nasslackierung

Beide Pulverbeschichtung und die Nasslackierung sind in hohem Maße auf das mechanische Verankerungsprofil angewiesen, das durch kantige Schleifmittel wie Aluminiumoxid erzeugt wird, um eine ordnungsgemäße Haftung zu gewährleisten.

Da Nasslackschichten jedoch in der Regel wesentlich dünner sind als Pulverbeschichtungen, muss die Korngröße des Strahlmittels genau auf die vorgegebene Schichtdicke abgestimmt sein. Ein zu aggressives Strahlprofil wird durch eine dünne Nasslackschicht leicht sichtbar und beeinträchtigt das endgültige optische Erscheinungsbild.

Unabhängig von der Beschichtungsmethode ist frisch gestrahltes Aluminium sehr reaktiv und neigt dazu, Hautfette anzunehmen. Die Teile dürfen nur mit sauberen Handschuhen angefasst und müssen zügig zur Beschichtungsanlage befördert werden, um vorzeitige Oxidation oder Haftungsfehler zu vermeiden.

Eloxieren

Eloxieren verändert die Aluminiumoberfläche chemisch. Jegliche Unebenheiten in der sandgestrahlten Oberfläche werden dauerhaft fixiert und durch die Eloxalschicht oft noch verstärkt.

Ein gleichmäßiger Strahlvorgang ist entscheidend. Hier werden in der Regel Glasperlen bevorzugt, um eine gleichmäßige, diffuse Satinierung zu erzielen, die die Eloxalfarbe gleichmäßig aufnimmt.

Rückstandsbeseitigung

Nach dem Strahlen sind Aluminiumteile mit feinem Schleifstaub bedeckt. Gelangt dieser Staub in das Eloxalbad oder setzt er sich unter einer Pulverbeschichtung fest, führt dies zu Blasenbildung und einer Verunreinigung des Prozesses.

Eine gründliche Rückstandsentfernung ist zwingend erforderlich. Dies wird in der Regel durch Abspritzen mit Hochdruck-Druckluft erreicht, gefolgt von einer industriellen Ultraschallreinigung oder Spülungen mit entionisiertem (DI) Wasser, um eine vollständig sterile Oberfläche zu gewährleisten.

Farbkonsistenz

Bei in Serien gefertigten Zierteilen ist die optische Einheitlichkeit ein wichtiger Qualitätsmaßstab.

Schwankungen beim Strahldruck, beim Verschleiß des Strahlmittels oder bei der Arbeitstechnik des Bedieners beeinflussen die Art und Weise, wie das Aluminium das Licht reflektiert. Selbst wenn Teile durch genau dasselbe Farbanodisierungsbad laufen, führen Unterschiede in der darunterliegenden sandgestrahlten Struktur dazu, dass die fertigen Teile unterschiedliche Farbtöne aufweisen. Nur durch die Kontrolle des Strahlprozesses lässt sich eine einheitliche Farbabstimmung innerhalb einer Baugruppe gewährleisten.

Qualität vor Produktionsbeginn überprüfen

Um Streitigkeiten und kostspielige Nacharbeiten zu vermeiden, müssen die Qualitätsanforderungen vor Beginn der Serienproduktion abgestimmt werden. Begriffe wie „matt“ oder „glatt“ sind subjektiv. Ein strukturierter Freigabeprozess setzt subjektive Beschreibungen in messbare Fertigungsstandards um.

Genehmigtes Muster

Der zuverlässigste Weg, um die optischen Erwartungen abzustimmen, ist die Erstellung eines physischen „Musterexemplars“. Vor dem Start der Serienproduktion sollte der Hersteller ein Teststück unter Verwendung der vereinbarten Medien und des vereinbarten Drucks bearbeiten.

Für die Serienfertigung wird dringend empfohlen, „Grenzwerte“—ein physisches Muster, das die maximal zulässige Rauheit aufweist, und ein weiteres, das die minimal zulässige Glätte aufweist. Die Festlegung dieser physikalischen Grenzwerte verhindert subjektive Ausschussentscheidungen in der Fertigung und stabilisiert die Chargenqualität.

Oberflächenrauhigkeit

Eine Sichtprüfung reicht nicht immer aus, insbesondere bei funktionalen Oberflächen. Ingenieure sollten die erforderliche Oberflächenrauheit mithilfe eines Ra (mittlere Rauheit) Wert.

In den Betrieben wird ein digitales Profilometer verwendet, um den Ra-Wert der gestrahlten Oberfläche zu messen. Dadurch wird sichergestellt, dass das mechanische Profil genau genug ist, um die Anforderungen an die Beschichtungshaftung zu erfüllen, ohne die Maßtoleranzen zu überschreiten.

Sehstörungen

Die Betreiber müssen die gestrahlte Oberfläche unter normgerechter Beleuchtung auf verfahrensbedingte Mängel untersuchen.

Häufige optische Mängel sind „Schattenbildung“ (dunklere Bereiche, in denen der Strahlwinkel ungleichmäßig war) und „Hot Spots“ (Vertiefungen, die durch zu langes Verweilen an einer Stelle entstehen). Ein ordnungsgemäß gestrahltes Aluminiumteil sollte das Licht gleichmäßig über die gesamte freiliegende Oberfläche reflektieren.

Einbettung von Medien

Wie bereits erwähnt, neigt Aluminium aufgrund seiner Weichheit stark dazu, abgebrochene Schleifpartikel einzuschließen.

Prüfer kontrollieren die Einbettung häufig mithilfe einer Lupe oder indem sie mit einer behandschuhten Hand über die Oberfläche streichen, um nach unnatürlicher Rauheit zu tasten. Wird eine Einbettung festgestellt, muss der Betrieb den Strahldruck überprüfen oder beschädigtes Strahlmittel austauschen, bevor es den nachfolgenden Eloxal- oder Beschichtungsprozess beeinträchtigt.

Geben Sie die Anforderungen hinsichtlich Kosten, Qualität und Zeichnungen an

Eine Fertigungszeichnung ist ein rechtsverbindlicher Vertrag. Vage Anmerkungen wie „zum Reinigen sandstrahlen“ lassen Raum für Interpretationen, was häufig zu uneinheitlichen Ergebnissen und versteckten Kosten führt.

Toleranz, Schutz und Zeichnungsanforderungen
Toleranz, Schutz und Zeichnungsanforderungen

Material Klasse

Verschiedene Aluminiumlegierungen reagieren unterschiedlich auf abrasive Einwirkungen. So ist beispielsweise 6061-T6 relativ hart und lässt sich gut bearbeiten, während 5052 weicher ist und eher zu Verformungen und Einbettungen neigt.

Geben Sie in der Zeichnung stets die genaue Aluminiumlegierung an. Dadurch weiß die Fertigung genau, wie sie den Luftdruck und die Wahl des Strahlmittels anpassen muss, um die spezifischen Materialeigenschaften sicher zu bearbeiten.

Medienart

Überlassen Sie die Auswahl des Materials nicht dem Bediener. Wenn Sie ein bestimmtes Finish wünschen, geben Sie bitte das genaue Material und die Größe an.

Eine eindeutige technische Beschriftung sollte wie folgt aussehen: „Den Overall mit Glasperlen der Körnung 120 bei einem Druck von 40–50 PSI sandstrahlen.“ Dadurch entfallen Spekulationen und die Wiederholbarkeit von Charge zu Charge wird gewährleistet.

Sprengfreie Zonen

Wenn bestimmte Elemente unverändert bleiben sollen, kennzeichnen Sie diese eindeutig. Verwenden Sie gängige Zeichentechniken wie Schraffuren oder explizite Führungslinien, um Maskierungsbereiche zu kennzeichnen. Weisen Sie deutlich darauf hin: „Gewindebohrungen und Lagerbohrungen vor dem Strahlen verschließen.“

Denken Sie daran, dass übermäßiges Abkleben den manuellen Arbeitsaufwand erhöht; schützen Sie daher nur Bereiche, in denen Maßgenauigkeit unbedingt erforderlich ist.

Profi-Tipp zum DFM: Gestalten Sie Gewindebohrungen und Lagerbohrungen nach Möglichkeit in Standardgrößen. Dadurch kann der Hersteller serienmäßige, wiederverwendbare Silikonstopfen verwenden, was die Arbeitskosten für die Abdeckung im Vergleich zu maßgefertigten Gewindebohrern oder speziell angefertigten Vorrichtungen erheblich senkt.

Prüfnorm

Definieren Sie, was ein einwandfreies Teil ausmacht.

Geben Sie an, ob es sich um eine rein visuelle Prüfung anhand der zugelassenen Referenzmuster handelt oder ob ein dokumentierter Profilometerbericht für den Ra-Wert erforderlich ist. Eindeutige Prüfstandards verhindern Verzögerungen bei der Qualitätskontrolle.

Schlussfolgerung

Das Sandstrahlen von Aluminium ist nicht nur ein Reinigungsschritt. Es verändert die Oberflächenbeschaffenheit, die inneren Spannungen und die Maßgenauigkeit des Bauteils.

Ein erfolgreiches Ergebnis hängt davon ab, dass Strahlmittel, Luftdruck und Abdeckkonzept korrekt auf die Geometrie des Bauteils und die Anforderungen an die Endoberfläche abgestimmt werden. Bei Serienteilen ist es am sichersten, die Oberflächenziele festzulegen, die zu schützenden Bereiche klar zu definieren und physikalische Qualitätsstandards festzulegen, bevor mit dem Strahlen begonnen wird.

Wenn Sie zuverlässige Lösungen für Ihre maßgeschneiderten Produkte benötigen, Das Ingenieurteam von TZR Wir verfügen über mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Blechbearbeitung und CNC-Bearbeitung und unterstützen Ihr Projekt vom Prototyp bis zur Serienfertigung. Wir legen größten Wert darauf, Vertrauen aufzubauen, strenge Qualitätsstandards einzuhalten und effiziente Produktionszeiten zu gewährleisten, um genau die Oberflächenqualität zu liefern, die Ihre Aluminiumkomponenten erfordern.

FAQs

Wird beim Sandstrahlen Material von Aluminium abgetragen?

Ja. Während Strahlmittel wie Glasperlen in erster Linie die Oberfläche aufrauen, schneiden kantige Strahlmittel wie Aluminiumoxid aktiv in das Material ein und entfernen eine dünne Schicht des Grundmetalls. Kritische Toleranzen müssen abgeklebt werden, um Maßänderungen zu vermeiden.

Kann man eloxiertes Aluminium sandstrahlen?

Ja, durch Sandstrahlen kann eine vorhandene Eloxalschicht entfernt werden. Da die Eloxalschicht jedoch wesentlich härter ist als das darunterliegende Rohaluminium, sind zum Entfernen aggressive Strahlmittel und höherer Druck erforderlich. Dieser Vorgang verändert die ursprünglichen Abmessungen des Bauteils.

Warum sieht mein sandgestrahltes Aluminiumteil nach dem Eloxieren fleckig aus?

Unebenheiten oder „Schattenbildung“ nach dem Eloxieren sind fast immer auf einen ungleichmäßigen Sandstrahlvorgang zurückzuführen. Schwankender Luftdruck, abgenutzte Strahlmittel oder eine ungleichmäßige Arbeitsweise des Bedieners führen zu unterschiedlichen Oberflächenstrukturen, die die Eloxalfarbe unterschiedlich aufnehmen.

Wie kann ich verhindern, dass sich dünne Aluminiumplatten beim Strahlen verziehen?

Verformungen entstehen durch die Druckspannung, die entsteht, wenn das Strahlmittel auf eine Seite einer weichen, dünnen Platte trifft. Um dies zu verhindern, müssen die Bediener den Strahldruck verringern, spezielle Stützvorrichtungen zur Abstützung des Blechs verwenden oder beide Seiten sorgfältig strahlen, um die inneren Spannungen auszugleichen.

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Caleb Hayes

Caleb Hayes verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Blechbearbeitung und ist auf Präzisionsfertigung und Problemlösung spezialisiert. Mit seinem starken Fokus auf Qualität und Effizienz bringt er wertvolle Erkenntnisse und Fachwissen in jedes Projekt ein und sorgt so für erstklassige Ergebnisse und Kundenzufriedenheit in allen Bereichen der Metallverarbeitung.

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